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metoda Repricing-Barometer: Top-100-Shops besonders preisaktiv

Im Juli tobte im deutschen E-Commerce ein intensiver Preiskampf. Vor allem die Top-100-Shops lieferten sich einen erbitterten Konkurrenzkampf. Vielfach lassen Online-Händler aber immer noch Umsatzchancen ungenutzt.

Mit einer aktiven Preisgestaltung wider dem Sommerloch: Der deutsche Online-Handel reagiert auf die Ferienzeit und drehte im Juli wieder kräftig an der Preisschraube. Das metoda Repricing-Barometer belegt für den vergangenen Monat eine hohe Preisaktivität im E-Commerce. Als Taktgeber marschiert Amazon.de dabei dem Markt voran. Auf der Plattform des Marktführers wurden im Juli mehr als ein Fünftel aller gemessenen Preisschritte umgesetzt. Der Wettbewerb läuft Gefahr, abgehängt zu werden. Denn noch immer lassen viele Händler bedeutende Umsatzchancen ungenutzt. Tatsächlich setzen nur zwölf Prozent der Shops die ergebniswirksame Strategie Repricing wirklich effektiv ein.

Gemeinhin wird im Hochsommer von schlechteren Geschäften im E-Commerce ausgegangen. In der Ferienzeit sind die Deutschen ausgeflogen, Konsumausgaben fließen in Flugreisen und Wochenendausflüge. Womöglich ist es also gerade der flügge gewordene Konsument, der im Juli für eine hohe Repricing-Aktivität im deutschen E-Commerce gesorgt hat. Nach einer überraschenden Frühjahrsmüdigkeit im Mai ist der Wettbewerb in den Sommermonaten wieder vollends entbrannt. Etwas mehr als 15 Millionen Preisschritte zählte das metoda Repricing-Barometer im Juli. Grundlage der Erhebung sind die auf Preissuchmaschinen eingestellten Angebote. Über 2.200 Shops aus allen Segmenten wurden im Juli für das Repricing-Barometer erfasst, mehrere Millionen Datenpunkte bilden die Berechnungsgrundlage der monatlich ermittelten Werte.

Besonders hoch bleibt die Preisfluktuation auf der Plattform Amazon.de. Der E-Commerce-Gigant aus München wird dem eigenen Führungsanspruch mit über 3,4 Millionen Preisanpassungen gerecht. Bei einem Anteil von 22,7 Prozent konnten mehr als ein Fünftel aller erfassten Preisanpassungen der Amazon-Plattform zugeordnet werden. Der Vorsprung auf den Wettbewerb bleibt dabei immens. Es zeigt sich aber auch, dass vor allem breit aufgestellte Portale und erfolgreiche Marktplätze ihre Repricing-Chancen effektiv nutzen. Der Großteil der Online-Händler lässt allerdings noch immer erhebliches Umsatzpotential ungenutzt. So liefern sich insbesondere die Top-100-Händler einen intensiven Preis-Wettbewerb. Auf diese besonders preisaktiven Shops entfielen im Juli 93,3 Prozent aller Preisschritte. Mit bekannten Namen wie Amazon.de, Check24 oder auch Conrad.de liest sich die Liste der 100 Repricing-Champions nicht von ungefähr wie das Who-is-who des deutschen Online-Handels. Vorne mit dabei sind natürlich auch die führenden Anbieter aus dem wettbewerbsintensiven Reifenhandel und zahlreiche große Versand-Apotheken. Prominent vertreten sind unter anderem Marktgrößen wie babymarkt.de, Garten XXL, Mister Spex, Crowdfox, Otto.de sowie aus dem MSH-Kosmos Mediamarkt.de und redcoon.de.

Der restliche Markt setzt das ergebniswirksame Instrument Repricing hingegen nur sehr dosiert ein. So entfallen auf die weiteren mehr als 2.100 erfassten Shops nur 6,7 Prozent der gemessenen Preisschritte. metoda hat im Juli 845 Anbieter ermittelt, die zwar aktuelle Angebote auf Preissuchmaschinen eingestellt hatten, dabei aber den gesamten Monat über konstante Preise verlangt haben. „Hier lässt der Handel leichtfertig Umsatz liegen“, mahnt metoda-CEO Stefan Bures. „Auf Preissuchmaschinen ist der Kunde besonders preissensibel. Führende Positionen in den Angebotslisten garantieren daher steigende Einnahmen. Wer in einem solchen Umfeld seine Preise am Wettbewerb ausrichtet und eine systematische Preisstrategie konsequent anwendet, der gewinnt den Kunden, erzielt mehr Umsatz, kann seine Marge maximieren und verbucht schlussendlich auch mehr Gewinn.“

Während also 37,9 Prozent der auf Preissuchmaschinen aktiven Shops ihre Preise gar nicht am Wettbewerb ausrichten, nutzen weitere 19,9 Prozent (443 Anbieter) Repricing-Chancen nur in sehr geringem Umfang. Sie setzten im Monatsverlauf lediglich bis zu zehn Preise neu. 16,3 Prozent der erfassten Shops (363 Anbieter) drehten zwischen zehn und 100 Mal an der Preisschraube. Weitere 13,4 Prozent oder 307 Händler waren mit zwischen 100 und 1.000 Preisschritten schon recht aktiv. Systematisch setzen insgesamt 268 Anbieter (12,4 Prozent) Repricing ein, indem sie 1.000 und mehr Preiskorrekturen im Juli vorgenommen haben.

Die Speerspitze bilden gemeinsam mit Amazon.de die bekannten Marktplätze sowie ambitionierte Anbieter mit der Zielsetzung Massenmarkt. Im Juli belegt so Elektronikexperte Jacob mit 1.069.061 Preisschritten den zweiten Platz. Es folgen Plus.de (697.152) und Hitmeister (512.353). Auf dem fünften Rang heizt Barometer-Neuling Aliva den Preiskampf unter den Online-Apotheken an. Die Niedersachsen haben die eigene Preisaktivität im Juli um rund 13 Prozent gegenüber dem Vormonat erhöht und sind mit annähernd 400.000 Preiskorrekturen an Barometer-Dauergast Allyouneed.com vorbeigezogen. Da das Repricing-Barometer lediglich die Zahl der umgesetzten Preisschritte misst, geben die Daten keinen Hinweis auf die besonders preisaktiven Sortimente der kleineren Anbieter. Zumindest kann ein größerer saisonaler Effekt ausgeschlossen werden: Kein anderer Wettbewerber hat sich im vergangenen Monat ähnlich auffällig verhalten wie die Aliva Apotheke.

Zur Methodik: Für das metoda Repricing-Barometer wird auf Basis der auf Preissuchmaschinen eingestellten Angebote die Preisaktivität im deutschen E-Commerce gemessen. Die vorliegende Untersuchung deckt den Zeitraum Juli 2016 ab. Dabei wurden mehr als 2.200 Shops und mehrere Millionen Datenpunkte erfasst.

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