Rufen Sie uns an?

+49 (0)89 124 137 800

 Bitte schreiben sie uns!

Ihr Mail-Programm hat ein neues Fenster geöffnet, in dem Sie uns jederzeit kontaktieren können.

Login

metoda
PreisAnalytics
PriceAPI

Der metoda Reifencheck: Autofahrer wählen Preis-Leistung

Den Reifenkauf nimmt der Konsument nicht auf die leichte Schulter. Lassen sich Qualität und günstiger Preis unter einen Hut bringen? Der metoda Reifencheck liefert Antworten.

München, 18. Mai 2016

Zum Start in den Frühling sowie im Herbst schlägt im Online-Handel die Stunde des Reifenhandels. Regelmäßig zwei Mal im Jahr durchstöbern Deutschlands Autofahrer das Netz nach passenden Angeboten für Sommer- oder Winterreifen. Doch ist der Reifenkauf keine einfache Sache. Zahlreiche Hersteller buhlen um Kundschaft, Angebot und Preisdifferenz sind mitunter gewaltig. Und weil Reifen ein sicherheitsrelevantes Feature sind, ist der Preis nicht alleinige Grundlage der Kaufentscheidung. Wie viel aber darf Sicherheit kosten und wie gewichtet der Reifenkäufer Qualität und Preis? Um diese spannenden Fragen zu beantworten, hat E-Commerce-Marktforscher metoda im April das Reifengeschäft auf Amazon.de untersucht. Der Abgleich der Marktanteile mit den Ergebnissen des aktuellen ADAC-Sommerreifen-Tests zeigt, dass zahlreiche Faktoren die Kaufentscheidung beeinflussen. Bei der Frage nach hoher Sicherheit oder günstigem Preis lautet die eindeutige Antwort: beides!

Wenn neue Autoreifen benötigt werden, nimmt der deutsche Online-Konsument die Kaufentscheidung nicht auf die leichte Schulter. Vor dem Start in die Sommersaison belegt der metoda Reifencheck, dass dem Reifenkauf im Netz eine strenge Kosten-Nutzen-Rechnung vorangestellt wird. Weder der Preis noch das Sicherheitsargument schaffen es für sich genommen, den Konsumenten zum Kauf zu bewegen. Für die vorliegende Untersuchung wurden die Marktanteile ausgewählter Sommerreifen auf Amazon.de im Zeitraum 1. bis 27. April 2016 gemessen. Betrachtet wurden die 15 Reifen der Größe 185/65 R15 verschiedener Hersteller, die der ADAC im Sommerreifen-Test 2016 auf den Prüfstand gestellt hatte.

Im Abgleich der Marktanteile mit den Testergebnissen fällt die besondere Bedeutung der Preis-Leistung in dieser Warengruppe ins Auge. Günstig darf ein Autoreifen nur dann sein, wenn zuvor die Qualitätsansprüche erfüllt werden. So analysiert der Konsument sehr genau, wie die infrage kommenden Reifen im Sommerreifentest des ADAC abgeschnitten haben. Gekauft wird dann bevorzugt der Reifen, der für einen vergleichbar günstigen Preis die höchste Sicherheit bietet – die Preis-Leistung ist beim Reifenkauf also noch weit wichtiger als anderswo. In der Entscheidungsfindung ist die Qualität klar dem Preis vorangestellt, ein möglichst günstiger Kauf ist zweitrangig. Erst innerhalb als gleichwertig beurteilter Artikelgruppen gewinnt der Preis wieder an Relevanz. Für Hersteller zahlen sich gute Testergebnisse also in barer Münze aus. Indes: das beste Geschäft macht nicht zwangsläufig der Klassenbeste. Nur etwas mehr als 10 Prozent der gemessenen Nachfrage ist im untersuchten Zeitraum auf den Testsieger Vredestein Sportrac 5 entfallen. Weitere 14 Prozent der Amazon-Käufer haben sich im April für den Zweitplatzierten ContiPremiumContact5 aus dem Hause Continental entschieden. Schon auf Rang drei lässt die Überzeugungskraft des guten Testergebnisses aber spürbar nach. Der Dunlop Sport BlueResponse wurde von nur noch 3,5 Prozent der Kunden nachgefragt. Die traditionsreiche Marke mit japanischem Eigner brilliert zwar in der Qualitätswertung, überdreht dann aber beim Preis. Mit 66 Euro ist der Dunlop-Reifen das teuerste Produkt im Check. Auf den Plätzen vier und fünf folgen mit dem Goodyear EfficientGrip Performance (23 Prozent) und dem Hankook Kinergy Eco K425 (32 Prozent) dann die beliebten Preis-Leistungs-Sieger. Beide stehen dem Dunlop-Reifen in der Qualität kaum nach, sind aber deutlich günstiger und daher erste Wahl der Reifenkäufer. Insgesamt entfielen 83 Prozent der Nachfrage auf die sieben bestplatzierten Reifen, die vom ADAC allesamt mit dem Gesamturteil „gut“ bewertet wurden.

Innerhalb dieser Gruppe wird der Konkurrenzkampf dann ganz klassisch über den Preis ausgetragen. Bei Preisen im beobachteten Zeitraum von im Schnitt 53,50 Euro für den Goodyear bzw. 49,40 Euro für den Hankook bieten diese beiden Sommerreifen für den Großteil der Konsumenten die höchste Qualität zum besten Preis. Als alleiniges Verkaufsargument funktioniert der Preis hingegen nicht, zeigt die Untersuchung. Viele der sehr billigen Angebote haben im April auf Amazon.de überhaupt keinen Käufer gefunden. Der im Schnitt  mit 39 Euro besonders günstige Infinity Ecosis, Testurteil befriedigend und immerhin noch auf Rang neun von 15 im ADAC-Test, konnte trotz seines niedrigen Preises nicht einen einzigen Interessenten überzeugen. Erst der Semperit Comfort Line 2 als günstige Alternative des deutschen Traditionsherstellers Continental findet wieder seine Käufer, auch wenn das ADAC-Urteil hier ebenfalls nur „befriedigend“ ausfällt. Mit 3,5 Prozent der gesamt gemessenen Absatzmenge spiegelt die schwache Nachfrage den 14. Rang im ADAC-Test adäquat wider. Jedoch: Der deutlich besser bewertete und deutlich teurere Dunlop Sport BlueResponse liegt im ADAC-Ranking weit vorn, bewegt sich im Abverkauf aber auf Augenhöhe mit dem günstigeren Semperit-Reifen.

„Markenbekanntheit und Qualität stehen beim Reifenkauf noch vor dem Preis“, analysiert metoda-CEO Stefan Bures. „Sicherheit lässt sich der deutsche Autofahrer etwas kosten. Hersteller sollten daher auf gute Noten im ADAC-Test achten, um ihr volles Marktpotential zu aktivieren.“

Gestützt werden die Ergebnisse durch eine Analyse der Marktanteile der verschiedenen Reifenhersteller auf eBay, die metoda bereits im März 2016 durchgeführt hat. Gemessen wurden die Verkäufe von Reifen-Neuware auf der Auktionsplattform. Dabei spielten sich vor allem die international führenden Brands in den Vordergrund. Preis-Leistungs-Sieger Hancook belegt in dieser Auswertung mit 14 Prozent Marktanteil des ersten Platz. Es folgen Continental (12 Prozent) sowie das Trio Dunlop, Michelin und Nexen mit jeweils sieben Prozent. Insgesamt konnte metoda im März Umsätze von mehr als 16,4 Millionen Euro auf eBay messen. Die Top-Brands kamen dabei auf einen Marktanteil von zusammen 67,4 Prozent.

Zur Methodik: Das Data-Science-Team von metoda arbeitet seit mehreren Jahren kontinuierlich an Algorithmen zur Absatzanalyse auf Amazon. Dabei werden täglich die Rankings der relevanten Keywords und die entsprechenden Produktlisten beobachtet und analysiert. Für die vorliegende Untersuchung wurden zwischen 1. und 27. April 2016 die Marktanteile der 15 von ADAC getesteten Sommerreifen der Größe 185/65 R15 auf Amazon.de gemessen. Weitere Informationen unter: www.metoda.com

Nachricht
Phone Support
Suchen