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Repricing-Barometer: Preisaktivität steigt im April um fast ein Viertel

Die Luft im deutschen Onlinehandel wird wieder dünner. Zum Frühling heizen zwei Marktplätze den Preiskampf kräftig an. Im April ist die Preisaktivität der führenden deutschen Onlineshops um 23,6 Prozent angestiegen.

Der Frühling heizt die Preisaktivität im deutschen E-Commerce an. Während das Wetter im April nicht sehr frühlingshaft war, ist die Betriebstemperatur im Onlinehandel im vergangenen Monat spürbar angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat Price API für das metoda Repricing-Barometer eine Zunahme der Preisaktivität unter Deutschlands führenden Onlinehändlern um beachtliche 23,6 Prozent beobachtet. Für die Anbieter wird die strategische Preisstellung in einem intensiven Wettbewerbsumfeld immer wichtiger. Das stützt auch der Vergleich zum Vormonat: So sorgten saisonale Effekte für einen deutlichen Ausschlag im Repricing-Barometer und einen Zuwachs der Preisaktivität gegenüber März 2017 um 6,2 Prozent. Rund 17,1 Millionen Preisschritte zählte das metoda Repricing-Barometer im vergangenen Monat über alle fast 2.000 erfassten Onlineshops hinweg. Maßgeblich wurden zwei Marktplätze identifiziert, die für den im April steigenden Wettbewerbs- und Preisdruck verantwortlich waren.

Deutschlands Onlineshops müssen sich mit einem intensiveren Preiswettbewerb auseinandersetzen. Das metoda Repricing-Barometer weist für April 2017 eine Zunahme der Preisaktivität gegenüber dem Vorjahresmonat um fast ein Viertel (23,6 Prozent) nach. Getrieben wurde die Entwicklung von zwei Marktteilnehmern, die mit neuen Strategien für frischen Wind sorgten. Offensiv handelnd haben vor allem rakuten.de und das neue real.de den Preis- und Wettbewerbsdruck zuletzt spürbar erhöht. Beide konnten mit einer variablen Preisstellung jüngst Erfolge feiern. Die aktuellen Daten, die Price API für das metoda Repricing-Barometer erhoben hat, zeigen deutlich, dass das ergebniswirksame Instrument Repricing von den führenden Onlinehändlern des Landes sehr effektiv eingesetzt wird.

Selbstverständlich marschiert Amazon dem Markt auch beim Thema Preisoptimierung voran. Price API ermittelte im April für die Plattform amazon.de 3.623.842 Preisschritte auf Preissuchmaschinen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Preisaktivität um 1,6 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vorjahreswert allerdings um 5,5 Prozent zurückgegangen. Der Marktführer war damit der einzige Vertreter der Spitzengruppe, für den im Jahresvergleich rückläufige Repricing-Werte erfasst wurden. Dennoch: Amazon vollzog im vergangenen Monat auf Preissuchmaschinen über 2,6 Millionen Preiskorrekturen mehr als der nächste Verfolger.

Doch die Konkurrenz holt auf. Ganz weit vorn mischte im April rakuten.de mit. Der Marktplatz gehört seit einigen Monaten wieder zu den preisaktivsten Plattformen. Im April zählte das Repricing-Barometer ganze 1.009.660 Preisschritte für rakuten.de. Erneut wird damit der im Herbst vollzogene Strategiewechsel sichtbar. Bei einem Wachstum um 2.298 Prozent gegenüber April 2016 spielte sich Rakuten in die erste Repricing-Liga. Auch am saisonalen Repricing-Aufschwung beteiligt sich die Plattform: Im Vergleich zum Vormonat ist die Preisaktivität um 83,9 Prozent angestiegen.

Noch deutlich stärker gewachsen ist das neue real.de. Nach der vollzogenen Fusion mit Hitmeister mischt das Angebot den Markt ordentlich auf. So tauchte real.de vor wenigen Wochen erstmals als relevante Größe im Repricing-Barometer auf und spielt seither eine konsequent führende Rolle. Im April belegt das Angebot bei 954.668 auf Preissuchmaschinen vollzogenen Preisschritten den dritten Platz. Damit geht es für real.de gegenüber März 2017 zwar um einen Platz nach unten, im Jahresvergleich aber wird der Entwicklungsschritt sichtbar, den real.de derzeit vollzieht. Ohne Hitmeister-Daten beträgt das Repricing-Plus der Plattform satte 56.658 Prozent. Und selbst wenn die hohen Hitmeister-Werte aus dem April 2016 mit einbezogen werden, beträgt das Wachstum immer noch erstaunliche 173,5 Prozent. Der generelle Trend zu einer höheren Preisaktivität bleibt im deutschen Markt also ungebrochen.

Seiner Strategie treu geblieben ist Elektronikversender Jacob. Die Karlsruher setzen Repricing bereits seit längerem professionell und gewinnbringend ein. Der Anbieter ist Dauergast im Repricing-Barometer. Die Preisaktivität wurde zuletzt nur noch moderat angehoben. Bei 796.946 Preisschritten belegt Jacob den vierten Platz. Im Repricing-Barometer steht ein Plus gegenüber Vorjahr von 1,1 Prozent zu Buche.

Vervollständigt wird das Führungsfeld durch Allyouneed. Die DHL-Tochter verdrängt mit 611.625 von Price API gemessenen Preisschritten plus.de aus der Spitzengruppe. In der Endabrechnung bedeutet das Platz fünf im metoda Repricing-Barometer. Der hohe Wert spricht für einen gesunden Wettbewerb, in dem die positiven Effekte einer professionellen, datengesteuerten Preisstrategie auf Absatz, Umsatz und Marge erkannt worden sind. Im Repricing-Barometer drückt sich das durch eine gegenüber Vorjahr um 44 Prozent höhere Preisaktivität aus.

„Abseits saisonaler Schwankungen geben derzeit real.de und rakuten.de den Takt im Markt vor. Zwar sind beide nicht neu im Markt, die neuerdings hohe Preisaktivität der Plattformen sorgt aber für einen verschärften Preiswettbewerb, der die Dringlichkeit einer strategisch-variablen Preisstellung für den erfolgsorientierten Onlinehandel nachdrücklich sichtbar macht“, so Stefan Bures, CEO von metoda.

Zur Methodik: Für das metoda Repricing-Barometer wird auf Basis der auf Preissuchmaschinen eingestellten Angebote die Preisaktivität im deutschen E-Commerce gemessen. Die vorliegende Untersuchung deckt den Zeitraum April 2017 ab. Dabei wurden die Angebote von rund 2.000 Shops analysiert und mehrere Millionen Datenpunkte erfasst. Für die effektive Preisermittlung und ergebniswirksame Preisgestaltung in wettbewerbsintensiven Märkten bietet metoda dem Handel die leistungsfähige Repricing-Lösung Price API an.

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